Einfach und praktisch …
ist die Farbeindringprüfung bzw. PT – Prüfung

Farbeindringverfahren

Einfach und praktisch…

ist die Farbeindringprüfung bzw. PT – Prüfung (nach DIN EN ISO 3452 (2014) und DIN EN 1371-1 (2012-02)).

Sie ist – wie die Magnetpulverprüfung ein Oberflächenrissprüfverfahren, das zwingend zum Einsatz kommt, wenn der zu prüfende Werkstoff nicht magnetisch ist (vgl. austenitische Gusseisenqualitäten). Die Verfahren der Farbeindringprüfung sind zur Ortung von Oberflächenrissen geeignet, die mit der einfachen Sichtkontrolle („unbewaffnetes Auge“) nicht erkannt werden können. Mit diesem lang bewährten und relativ einfachen Verfahren können Oberflächen offene Hohlräume und feinste Risse nachgewiesen werden.

Spezialfarbe mit geringer Viskosität

Das Prüfstück wird nach sorgfältiger Reinigung der Prüffläche mit einer Flüssigkeit geringer Viskosität bestrichen. Durch Kapillarwirkung dringt die Flüssigkeit in die vorhandenen Öffnungen der Oberfläche ein. Nach dem oberflächlichen Entfernen der Flüssigkeit bleiben Reste in den Fehlern zurück.Durch Aufbringen einer Entwicklerflüssigkeit oder eines Pulvers entstehen durch chemische Reaktion am Rissausgang farbige Markierungen.

Bei einigen Verfahren kommen Flüssigkeiten zur Anwendung, die unter UV-Bestrahlung fluoreszieren, wodurch die Fehlererkennung vereinfacht wird. Das Farbeindringverfahren ist nicht zur Erkennung von tiefen Rissen geeignet, da in diesem Fall die aufgetragene Penetrierflüssigkeit nach dem Aufbringen des Entwicklers u.U. nicht aus dem Riss an die Oberfläche dringen kann.

Geeignet bei komplexen Geometrien

Für das Farbeindringverfahren werden keine speziellen Prüfgeräte benötigt. Die Prüfung von Bauteilen kann somit überall und infolge des geringen Aufwandes kostengünstig durchgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Prüfverfahren spielt die Geometrie des Prüfkörpers keine große Rolle. Es können somit auch komplexe Geometrien mit dem Verfahren geprüft werden.

Darüber hinaus sind keine speziellen Vorschriften hinsichtlich Strahlenschutz, wie bei der Röntgenprüfung, einzuhalten und es sind keine besonderen Erfahrungen der Prüfer zur Durchführung von Bauteilprüfungen nötig. Bei großen Stückzahlen kann der Prüfungsprozess auch automatisiert werden.

Aber diese eher kostengetriebenen Aussagen sind nicht wesentlich, sondern sie sichere Prüfaussage. Denn gleichgültig, in welche Branche wir sicherheitsrelevante Komponenten liefern – seien es Bauteile für Anhängerkupplungen aus Sphäroguss mit erhöhter Dehnung oder Bahnteile aus ADI-ausferritischen Gusseisen, die Zielstellung ist das verwendungssichere Bauteile.

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