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Vermiculargraphit-Guss

• Datenblatt: Vermiculagraphit  
   

Der Name des Gusswerkstoffes Vermiculargraphit (früher als GGV, heute als GJV bezeichnet) leitet sich von der Erscheinungsform des Graphits im Grundgefüge als wurmähnliche Struktur ab (Latein: Vermiculus = der Wurm).  Hinsichtlich seiner mechanischen und physikalischen Eigenschaften ist das Material (Vermiculargraphit GJV) zwischen Gusseisen mit Lamellengraphit (Grauguss, GJL) und Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss, GJS) anzusiedeln (Zugfestigkeitswerte von 300 bis > 500 N/mm²). GJV vereint die guten Gießeigenschaften des GJL mit den hervorragenden mechanisch-physikalischen Eigenschaften des GJS und bietet im Vergleich zu diesen folgende verfahrenstechnische Vorteile:

Vermiculargraphit GJV im Vergleich mit Gusseisen mit Lamellengraphit (GJL):

• Höhere Festigkeiten bis > 500N/mm² möglich

• Höhere Zähigkeit und Steifigkeit

• Höhere Dauerwechselfestigkeit

• Verbesserte Oxidationsbeständigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit

Vermiculargraphit GJV im Vergleich mit Gusseisen mit Kugelgraphit (GJS):

• Bessere Gießeigenschaften

• Bessere Bearbeitbarkeit

• Höhere Dämpfungseigenschaften

• Bessere Formbeständigkeit bei Temperaturwechseln

Die im Hause Brechmann-Guss hergestellten Vermiculargraphit GJV-Sorten (GJV-300 bis GJV-500) eignen sich für Anwendungen im Bereich Motorenbau, Nutzfahrzeugbau, Bremsen, Kupplungen und viele andere industrielle Einsatzmöglichkeiten.